Ein fast 100 Jahre alter Fassboden bildet die Rückwand, das Dach besteht aus Eichenholz-Fassdauben. (Vielen Dank an die Holz-Spender!)


Ein fast 100 Jahre alter Fassboden bildet die Rückwand, das Dach besteht aus Eichenholz-Fassdauben. (Vielen Dank an die Holz-Spender!)


Allmählich häufen sich die Steine auf unserer Fläche. Das bleibt natürlich nicht so, im März fällt der Startschuss zur weiteren Gestaltung des „ErLebensraums“.
Kräuterspirale, Trockenmauern, ein Schmetterlingsbereich, ein Blühstreifen und ein bienenfreundliches Rosenbeet werden nach und nach eingerichtet, und zugleich in den natürlichen Bewuchs eingebunden.
Heute gab es u.a. bei der Süddeutschen Zeitung einen kleinen Bericht über unsere Nistkästen an der Bodenheimer Kapelle Maria Oberndorf und die Naturschutzarbeit zu lesen.
Es gibt gute Neuigkeiten von unseren Steinkäuzen. Erst flatterte nur ein Vogel ab und zu in der Dämmerung aus der Niströhre, dann hörte man die typischen Rufe des Steinkauz-Männchens. Hier eine Hörprobe des NABU.
Und jetzt gibt es auch den (leider etwas unscharfen) Foto-Beweis: Die Wildcam hat es festgehalten, es ist mindestens ein Steinkauz da.
Die Balzzeit beginnt so langsam, also bleibt zu hoffen, dass es auch dem weiblichen Kauz noch gut geht. Dann wäre eine Brut auch in diesem Jahr wahrscheinlich, denn Steinkauz-Paare bleiben ihr Leben lang zusammen und der Niströhre treu. Die Aufhängung mussten wir ein wenig in ihrer Neigung anpassen, da beim Kontrollieren und Öffnen der hinteren Klappe immer das Risiko bestand, dass die Brut herausfällt. Nun passt es aber, die Röhren sind gesäubert, mit passendem Streu befüllt. Die Balzzeit dauert bis in den April und ab Mai geht die Brut für die bedrohten Eulen (nur noch 300 Brutpaare in ganz Rheinland-Pfalz) wieder los.
Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem Umwelt- und Klimaschutzpreis des Landkreises Mainz-Bingen. Diese bestätigt uns darin, weiterhin unsere Stimme für die Natur zu erheben und gleichzeitig aktiv etwas für ihren Erhalt zu tun.
Gleichzeitig können wir natürlich mit dem Preisgeld ganz konkret noch mehr für die Natur erreichen. Ideen haben wir genügend. 🙂
Auch in diesem Jahr fand wieder der Rhinecleanup in Bodenheim statt. 25 engagierte Teilnehmer/innen befreiten die Natur von so viel Müll, dass man damit 14 große Müllsäcke füllen konnte. Neben den üblichen Fundstücken, wie Lebensmittelverpackungen, Plastik- und Glasflaschen, Weißblechdosen, Schutzmasken und Zigrarettenkippen, fanden wir auch Ungewöhnliches: Ein Fernglas, Kochtöpfe, Autoteile, eine Flaschenpost – und den Kopf einer steinernen Statue. Ein wenig ist dieses Foto mit dem Kopf im Müll auch Sinnbild. Denn allmählich steht der Menschheit die Müllflut mit all ihren Facetten und Auswirkungen bis zum Halse…





Im letzten Herbst pflanzten wir, zusammen mit dem NABU, eine Wildstrauchhecke in Bodenheim. Wir haben die Fläche nun mehrfach gemäht, die Sträucher und die Eberesche gegeossen. Und die Arbeit hat sich gelohnt: Ein Großteil der Sträucher ist ganz gut angewachsen. Und auch rund um die Fläche blüht und summt es… Hier gibt es ein paar Bilder.