Es gibt Neuigkeiten von unserer Fläche: Ein besonders geschützer Bewohner, Nachwuchs, ganz viel Schotter, eine renovierte Wildbienennisthilfe und ein Weinfass.
Den Nachwuchs kann man sehr gut hören, wenn man einige Meter neben dem Felsenahorn steht und einen Moment wartet. Dann zwitschern die jungen Kohlmeisen im Nistkasten, sobald die Mutter kommt und Futter bringt.
Dann sieht man auch die renovierte Wilbienen-Nisthilfe, eine klassische aus dem Supermarkt, die in die Jahre gekommen war. Wir haben sie ein bisschen ausgebesert mit einer Eichenholz-Fassdaube als Dach versehen, und so wird sie noch einigen Wildbienen-Generationen eine Nistmöglichkeit sein.

Den besonders geschützten Bewohner konnte ich bisher nur zweimal sehen, aber er scheint die bewuchsfreie Fläche nahe des Erdhaufens zu nutzen. Vielleicht auch um Eier abzulegen? Der Erdhaufen mitsamt Bruchkante und dem Bereich davor, wird so bleiben. Denn es haben sich schon Furchenbienen eingenistet.

Neben dem Erdhaufen steht nun ein Fass, das uns ein befreundeter Winzer zur Verfügung gestellt hat. Es ist befüllt mit Erde und bepflanzt mit Blutweiderich, Wasserminze und Wasserdost. – Alle drei wildbienen- und vor allem falterfreundliche Pflanzen. Denn hier soll ein Falterparadies entstehen. Deshalb haben wir auch direkt neben dem Fass einen Magerbereich eingerichtet, der rundherum relativ windgeschützt ist, was Falter mögen und brauchen.
Bepflanzt ist der sandige, und mit Schotter ergänzte Bereich mit Pflanzen, die an Magerstandorten wachsen:
Verschiedene Sand-Thymian-Arten, Kärtäuser- und Grasnelken, einem Steppen-Salbei, aber auch Hufeisenklee und Wundklee. Johanniskraut und Wiesenflockenblumen sitzen am Rand, ebenso eine Weiße Lichtnelke. Möhren, die noch seit dem letzten Jahr im Beet standen, landen nun als Wilde Möhre im Schmetterlingsbreich und sind ebenso wertvoll für Falter. Der Bereich wird noch mit weiterem Schotter, Split und Sand ergänzt. Und mit weiteren Pflanzen.

Aber auch Wildbienen können hier natürlich Nektar und Pollen sammeln. Damit sie es nicht so weit haben bis zur Nistmöglichkeit, haben wir einen Nistkasten für Mauerbienen am Fass angebracht. Herzlichen Dank hier noch an Barnhouse Naturprodukte, von denen wir als „Wildbienen-Hoteliers“ ausgewählt wurden, und den Nistkasten bekommen haben.

Allgemein haben wir auch noch die restliche Fläche gepflegt, nächste Woche müssen wir aus dem Staudenbeet noch einige Wildkräuter entfernen.

Aber die Fläche entwickelt sich prächtig. Nicht nur am Wiesen-Schaumkraut sitzen Kleinfalter.

Auch der oben bereits erwähnte, besonders Geschützte scheint sich wohl zu fühlen. Die Rede ist vom Feld-Sandlaufkäfer, der durch die Bundesartenschutzverordnung tatsächlich besonderen Schutz genießt.

Ein Grund ist, dass seine Lebensräume massiv schwinden und er daher deutlich seltener wird. Grund genug also, uns zu freuen, und man kann auch hierdurch sehr gut sehen: Wir sind auf dem richtigen Weg! ![]()

Frühlings-Fingerkraut im Staudenbeet

Die Wilde Karde wächst

Echter Nelkenwurz

Rote Lichtnelke

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