Pflanzung und Pflege

Eine Naturhecke sollte im Querschnitt aussehen wie ein Maulwurfshügel.
Am Rand beginnt der flache Bereich mit der Saumzone. Hier wachsen kleine krautige Pflanzen und Gräser. Dann folgt die Mantelzone mit kleiner bleibenden Stauden, wie Königskerzen und Wegwarten, sowie z.B. die Hechtblaue Weide. Die Kernzone wird am Größten und ist die Spitze des Maulwurfhügels. Dort wachsen Sträucher wie die Schlehe, der Schneeball und die Haselnuss.
Wenn genug Platz und vor allem Licht vorhanden ist, folgt wieder eine Mantelzone und eine Saumzone.

Die Sträucher werden in genügendem Abstand zueinander gepflanzt und gegossen. Und dann dürfen sie erst mal wachsen.
Ziel ist es, dass die Hecke ganz dicht wird. Denn nur dann bekommt der Igel genug Schutz, nur dann können sich Gartenschläfer einnisten. Und nur dann trauen sich auch Vögel wie der Zaunkönig oder die Amsel zu nisten. Schneiden darf man die Hecke erst mal nicht. Erst nach 8-10 Jahren sollte ein Schnitt erfolgen, da sonst die stark wachsenden Sträucher andere überwuchern würden.
Jedoch werden niemals alle Sträucher geschnitten, sondern nur etappenweise. Jeder Schnitt ist ein Eingriff in das Ökosystem Hecke, und ein Wegfall von Futterquellen und Lebensraum.