Die Naturhecke bietet für viele Tiere einen Nutzen.
Und wie überall in der Natur bildet sich aus den verschiedenen Tier- und Pflanzenarten ein Lebensraum, auch Habitat genannt.
Am Bespiel des Igels sieht man sehr gut, wie alles miteinander zusammenhängt.
Die Tag- und Nachtfalter sowie ihre Raupen können sich an den Sträuchern gut entwickeln.
Auch Igel brauchen Puppen und Raupen speziell von Nachtfaltern als Nahrung.
Sie fressen zwar auch Schnecken und Regenwürmer. Doch das machen sie nur, wenn sie sonst nichts zu Fressen bekommen. An den schleimigen Tieren haften Eier von Parasiten, die sich bei den Igeln im Darm und in der Lunge ansiedeln. Das macht die Igel krank.
Früher haben Igel, neben Schmetterlingspuppen und Raupen vorallem Käfer und ihre Larven gefressen. Doch leider gibt es immer weniger davon. Sehr viele Käferarten brauchen Totholz, um sich davon zu ernähren oder ihren Nachwuchs dort abzulegen. Deshalb bauen wir einen Totholz-Bereich mit in die Hecke.
Igel brauchen ungestörte Bereiche, um dort ihr Nest zu bauen und ihre Jungen großzuziehen. Beim Winterschlaf dürfen sie nicht gestört werden und suchen daher auch dichte Hecken.
So wie unsere Klima-Hecke.
Igel sind bedroht und brauchen unsere Hilfe. Sie finden immer weniger Lebensraum, in dem sie ihre Nester bauen und ihren Winterschlaf verbringen können. Ihnen fehlt auch immer mehr Futter. Deshalb ist es umso wichtiger, solche dichten Hecken oder auch Sträucher zu pflanzen, möglichst mit einheimischen Arten. Denn hier bekommen Igel was sie brauchen:
Unterschlupf, Schutz und Futter.
Das ist übrigens Willi, den wir vor dem Winter viel zu leicht gefunden hatten. Wir haben ihn mit Katzenfutter (ohne Zucker und Getreide, keine Soße, hoher Fleischanteil) sowie Wasser (niemals Milch!) und Wärme in Zimmertemperatur gepäppelt, bis er schwer genug war (über 600g) und in den Winterschlaf gehen konnte.
Im Mai durfte er dann in die Freiheit. Hier ein paar Videos:
Und hier Videos von einer Igelmutter mit dem Nachwuchs
