Heute gibt es gute und weniger gute Nachrichten.
Zunächst die weniger gute: Der kleinere von unseren beiden Pflege-Igeln (Ingo) hat leider in den letzten Tagen immer weniger gefressen. Das war ein Signal, ihn direkt zum Mainzer Tierheim zu bringen. Dort „regnet es Jungigel“, aber man hatte zum Glück noch einen Platz. Man vermutet Parasiten als Ursache, weshalb er nun eine medizinische Behandlung bekommt. Falls er wieder gesund ist, werden wir ihn zurück in die Pflege nehmen.
Willi der große Igel hat ebenso das Fressen reduziert. Allerdings macht er das wohl mit Absicht, denn er geht nun in den Winterschlaf. Er hat 700g und wir senken die Temperatur nach und nach ab, füttern nur noch Trockenfutter und werden ihn bald in ein unbeheiztes Gewächshaus umquartieren, damit er dort frostfrei aber möglichst kühl überwintern kann.
Zum Thema Fledermäuse gibt es einen Beitrag von uns im „Mainzer Tierboten“. Hier betonen wir noch einmal die Notwendigkeit, Lichtverschmutzung zu reduzieren. Wer den ganzen Artikel lesen möchte (beginnt ab S.33), hier der Link.
Auf unserer Fläche waren wir auch noch mal aktiv. Wir haben den Erdhaufen, der vom Aushub für das Sandbeet stammt, mit Betonkies, Schotter und Schiefer-Bruch abgemagert. Dadurch entsteht hier ein magerer Standort, der im Frühjahr mit spezialisierten Arten bepflanzt wird. Dazu haben wir auch Saatgut gesammelt, erhielten zudem Saatgut für wildbienenfreundliche Pflanzen bei einem Gewinnspiel der „Hummelkaiserin“. Außerdem haben wir den Sand im Sandbeet mit ein wenig Lehmpulver vermischt, damit auch Wildbienen hier nisten können. Eine Clematis fand zudem eine neue Heimat auf der Fläche.

Bei der Anlage des Mager-Standorts

Bei der weiteren Planung

Sandbeet und Magerbeet

Saatgut der Hummel-Kaiserin
Beim Reinigen der Vogel-Nistkästen, die wir in der Gemeinde an verschiedenen Orten angebracht haben, stießen wir heute wieder auf einen schlafenden Bewohner.

Das Nest auf dem Nest
Und in diesem Zusammenhang noch eine schlechte Nachricht: Den Gartenschläfer-Nistkasten, den wir für die ausgewilderten beiden „Zorros“ auf der Streuobstwiese nahe der Kapelle Maria-Oberndorf angebracht hatten, wurde offenbar von Kindern oder Jugendlichen geöffnet und offen stehen lassen. Das ist fatal für die Tiere!
Daher gilt: Gartenschläfer-Nistkasten immer geschlossen halten.
Wer Gartenschläfer oder auch Igel während des Winterschlafs stört, sorgt mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Tiere den Winter nicht überleben. Ihr Stoffwechsel fährt aufgrund der Störung hoch, muss wieder herunterfahren. Und das verbraucht enorm viel Energie.
Wer Gartenschläfer oder auch Igel während des Winterschlafs stört, sorgt mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Tiere den Winter nicht überleben. Ihr Stoffwechsel fährt aufgrund der Störung hoch, muss wieder herunterfahren. Und das verbraucht enorm viel Energie.
Auch beim Öffnen von Vogel-Nistkästen muss man immer darauf achten, ob darin vielleicht ein Bilch sein Winterquartier eingerichtet hat. Und sollte es so sein, lässt man ihn am besten schlafen.
